30.11.2011
Kategorie: Fuhrpark
Von: Martin Wendlandt

Noch mehr Umweltzonen ab 1. Januar

Der Sinn und Zweck der Umweltzonen ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Logisch ist jedoch, dass es nicht umweltschädlich sein kann, wenn weniger Lastwagen in die Städte fahren. Nur so könnte man akzeptieren, dass demnächst auch in Osnabrück, Krefeld, Stuttgart und Frankfurt die grüne Plakette vorgeschrieben ist.


Deutschland wird immer grüner – zumindest auf den Einfahrtsverbotsschildern vor Umweltzonen. Ab 1.1.2012 kommen noch mehr Zonen hinzu, die nur mit grüner Plakette befahren werden dürfen.

Deutschland wird immer grüner – zumindest auf den Einfahrtsverbotsschildern vor Umweltzonen. Ab 1.1.2012 kommen noch mehr Zonen hinzu, die nur mit grüner Plakette befahren werden dürfen.


Berlin, Bremen, Leipzig und Hannover haben schon grün. Im Oktober folgt München. Dass allein in Frankfurt 7000 der dort zugelassenen Lastwagen keine grüne Plakette haben und deshalb zur Neuanschaffung gezwungen sind – bei gleichzeitig enormem Restwertverlust – darf man als Förderung der Nutzfahrzeugindustrie verstehen.
 
Verschiedene Klagen gegen Umweltzonen wurden abgewiesen, zuletzt in Berlin. Es ist erstaunlich still um diese Form der Enteignung, der Gewinn- und Eigenkapitalreduzierung. Ob das letztlich damit zusammenhängt, dass Verkehrsunternehmer positive Emotionen auch beim erzwungenen Fahrzeugkauf empfinden? Die Eigenkapitalquoten und auch die Gewinne der privaten Verkehrsunternehmen sind in den letzten Jahren gesunken. Das ließe sich beweisen.

Welchen Rat kann man dem gebeutelten Unternehmer geben? Vorn an steht die Reduzierung des eigenen Fuhrparks. Auch muss man den Einbau von teuren Partikelfiltern prüfen. Wem aber die Neuinvestition als sinnvollste Lösung erscheint, sollte intensiver als sonst verhandeln und auch die teils interessanten Wartungsvertragsvarianten prüfen.